Das falsche Bild vom Asana ist schuld!

Seit ich mich intensiv mit Yoga beschäftige passiert es mir immer wieder, dass mir Menschen erklären: „Yoga ist nichts für mich.“ Diesen Satz hörte ich mich selbst fast 15 Jahre lang sprechen. Ich hatte mehrfach Yoga schon in kleinen Dosen konsumiert und nichts verstanden. Jede Yogalehrerin, jeder Yogalehrer hatte einen anderen Ansatz, der mir aber nicht verständlich war und einfach nur aushalten bis der Aha Effekt kam, war mir zu langweilig. Meine Freundinnen, die schon jahrelang Yoga praktizierten, hatten ihre liebe Not mich von der Freude und den positiven gesundheitlichen Folgen regelmäßigen Yoga Übens zu überzeugen.

Wer sich mit Yoga schon beschäftigt hat, kennt die bildhaften Namen, mehr oder weniger schwierig anmutender Asanas. Da fällt einem der Adler ein, herabschauender Hund, der Baum, Kobra, Heuschrecke, Fisch oder auch Kamel und vieles mehr und man assoziiert schnell akrobatische Übungen, von schlanken, sehr beweglich scheinenden Frauen in tollen Outfits ausgeführt und für dieses oder jenes Lifestyle Magazin fotografiert.

Der Bedeutung werden diese Fotos nicht gerecht. Das Wort Asana kommt aus dem Sanskrit und meint eine eher statische Körperhaltung im Yoga. Wörtlich übersetzt heißt das Wort “der Sitz”. Man meint damit auch die innere Haltung, eine innere Haltung zu sich selbst, zu den Menschen und der Welt im Außen.


Heute weiß ich, was mich abhielt mich wirklich auf dieses große und für mich heute wichtige Lebensthema Yoga einzulassen:

•zum einen war es, dass mir die Erklärungen, die ich erhielt zu vage waren oder es gar keine Erklärungen gab, warum wir taten was wir taten.


•dann hatte der eine oder andere Lehrer/Lehrerin auch religiöse Aspekte mit dem Yoga-Üben verbunden, die mit meinem Leben so gar nichts zu tun hatten.


•und es waren diese oben beschriebenen Bilder in den Medien, denen ich nicht entsprach und nicht entsprechen wollte.

Ich bedauere es sehr, dass ich damals nicht wusste, dass ein Asana nicht Selbstzweck oder Ziel des Yoga-Übens ist und so viele Jahre Yoga in meinem Leben keinen Platz hatte. Die Asanas sind Werkzeuge, die dazu dienen meinen Körper, meine Wahrnehmung, meinen Geist zu schulen. Das jeweilige Asana wird in der Regel für Anfänger und in den ersten Jahren des Yoga-Lernens in kleinste Schritte heruntergebrochen, damit jeder mit seinen Voraussetzungen seine individuellen Lernschritte und Lernfortschritte machen kann.

Dazu ist gutes anatomisches Wissen, fundierte neuro-wissenschaftliche Kenntnisse, pädagogisches Geschick und enorme Flexibilität des Yogalehrenden nötig. Außerdem ist es wichtig, dass die Gruppen dementsprechend klein sind, um jedem Schüler passende Unterstützungsangebote machen zu können.

So kann das Ankommen bei dir selbst gelingen.

 

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